Handarbeitslexikon

Stichlänge

Die Stichlänge bezeichnet den Abstand der Einstiche voneinander. Die Grundeinstellung für die Stichlänge liegt in der Regel bei 2,5 bis 3 Millimetern, also etwa wie bei feinen Handstichen. Die Stichlänge kann aber bei jeder Nähmaschine reguliert werden, wenn es das Projekt erfordert.

Wie funktioniert’s? Das hängt individuell von der Nähmaschine ab. Es kann eine Taste, ein Drehrad oder auch ein Bereich auf dem Display sein. Das Symbol sind in der Regel in einer Linie angeordnete, unterschiedlich lange Striche. Beim Einstellen gilt: Je größer die Zahl, desto größer die Stichlänge. Die Angabe erfolgt dabei in Millimetern.

Warum unterschiedliche Stichlängen? Unterschiedliche Zwecke und Materialien erfordern unterschiedliche Stichlängen. Je größer die Stichlänge, desto lockerer die Naht. Deshalb wird beispielsweise für das Heften von Kleidungsstücken die größte Stichlänge gewählt. So lassen sich die Heftfäden anschließend leicht wieder entfernen.

Auch bei Kunstleder oder Softshell ist eine große Stichlänge empfehlenswert. Sind die Stiche bei diesen Materialien zu nah aneinander, bildet sich schnell eine richtige Reißlinie. Ebenfalls eine größere Stichlänge sollte bei dehnbaren Stoffen gewählt werden, wenn dort kein elastischer Stich möglich ist, etwas beim Absteppen eines Shirt-Ausschnitts. Die zusätzliche Stichlänge sorgt dann zumindest für etwas mehr Dehnbarkeit.

Umgekehrt wird die Naht umso fester, je kleiner die Stichlänge ist. Bei Nähten, die eine besonders hohe Belastung haben, sorgt ein Verkürzen der Stichlänge also für mehr Stabilität.

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