Handarbeitszubehör gehört zum Grundbedarf – Laden-Öffnungen trotz Corona Notbremse gefordert

Genauso wichtig wie Blumen oder Bücher: Branchenverband fordert Gleichstellung von Handarbeitsgeschäften

Ob Blumengeschäft, Gartenmarkt oder Buchhandlung: Neben Lebensmittelgeschäften dürfen laut der Corona-Notbremse auch viele andere Läden unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz geöffnet bleiben. Für Handarbeitsgeschäfte gilt diese Ausnahmeregelung jedoch nicht. Aus Sicht des Branchenverbandes Initiative Handarbeit ist das eine nicht nachvollziehbare Ungleichbehandlung. „Wir sehen Handarbeitsgeschäfte auf einer Ebene der Grundversorgung etwa mit Buchläden“, erklärt Hedi Ehlen, Geschäftsführerin der Initiative Handarbeit.

Mit seinen Lockdown-Auflagen bremse der Gesetzgeber außerdem den neuen Trend zum Selbermachen, der im besten Sinne nachhaltig ist und so wie Lesen oder Gartenarbeit zur seelischen und körperlichen Gesundheit beitrage, so Hedi Ehlen. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher verbringen seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich mehr Zeit zuhause. Handarbeit wird als eine wichtige Möglichkeit (wieder-)entdeckt, vom Alltag abzuschalten und sich in den eigenen vier Wänden sinnvoll zu beschäftigen. Drei Viertel aller Frauen in Deutschland beschäftigen sich zumindest ab und zu mit Handarbeit, dies zeigt die aktuelle Studie „Nutzungsverhalten Handarbeit 2021“, die die GfK Nürnberg im Auftrag des Branchenverbands Initiative Handarbeit erstellt hat. Umso wichtiger ist es, dass auch die Einkaufsquellen für Handarbeiten geöffnet bleiben.

Der Branchenverband unterstützt Fachhändlerinnen und Fachhändler deshalb dabei, ihre Geschäfte auch während des Lockdowns öffnen zu dürfen. Der Initiative Handarbeit geht es nicht um Protest gegen die Notbremse oder das Ausspielen verschiedener Branchen gegeneinander. „Wir möchten lediglich erreichen, dass die Zuordnung der Geschäfte noch einmal überdacht wird“, so Hedi Ehlen, Geschäftsführerin des Branchenverbandes. Bereits im Frühjahr letzten Jahres hat sich gezeigt, dass Handarbeitsgeschäfte mitihrem Produktangebot durchaus systemrelevant sind. Eine weitere Schließung oder die Begrenzung auf Click & Collect ist für viele Händlerinnen und Händler existenzbedrohend und würde zu einem weiteren Ladensterben in den Innenstädten führen.

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