Sticken

Florales Punch Needle Bild

Johanna Bischoff von FIFI FURORE hat für uns ein Punch Needle Motiv entworfen.

Material

Punch Needle (Nadeldicke 5mm) mit Einfädelhilfe

Garn:
Garn für Nadelstärke 3,5-4,5, 50g, Lauflänge 160m/50 g, 96% Baumwolle, 4% PES in hellgrün, oleandergrün, cognac
Garn für Nadelstärke 4, 50g, Lauflänge155m/50 g, 100% PA in weiß
Garn für Nadelstärke 2-4, 50g, 90m/50g, 100% PES in mint

Mönchsstoff: 100% Baumwolle, 405g, naturfarben – passend zum Stickrahmen

Stickrahmen, 19cm Durchmesser, Stärke 8mm, Buchenholz, 3-fach verleimt

Sonstiges: Wollnadel, Stoffschere

Kostenlose Anleitung zum Selbermachen

Florales Punch Needle Bild

1.Vorbereitung: Motiv auf Gewebe übertragen

Du kannst natürlich einfach darauf los punchen, aber einfacher ist es, wenn du dir am Anfang dein Motiv auf den Stoff überträgst. Das machst du, bevor du das Gewebe in den Stickrahmen einspannst.

2. Die richtige Spannung des Stoffes ist entscheidend für einfaches Arbeiten und für ein sauberes Ergebnis. Du wirst während des Punchens merken, dass das Gewebe sich immer wieder etwas lockert, da du mit der Nadel relativ viel Druck ausübst. Spanne dann einfach zwischendrin nach.

3. Bevor es losgehen kann, muss nur noch das Garn in die Punch Needle eingefädelt werden und die Länge der Nadel bestimmt werden. Es gibt verschiedene Arten von Nadeln, das Grundprinzip ist aber immer sehr ähnlich. Egal welche du verwendest, es ist immer wichtig, dass die Wolle locker durch die Nadel läuft.
Nimm ein Stück Nylonfaden (ca. 50cm) doppelt oder die Einfädelhilfe zur Hand. Fädle die Schlaufe durch das kleine Loch vorne an deiner Nadel und anschließend durch den Hohlraum dieser. Nun hängst du das Ende deiner Wolle in die Schlaufe, die aus der Nadel hinten herausschaut und ziehst an den Enden des Nylonfadens an der Nadelspitze, bis die Wolle vorne durch das Loch kommt. Die Wolle sollte ca. 5cm aus der Nadel herausschauen.

Bei vielen Nadeln kannst du die Nadellänge einstellen. Je länger die Nadel, desto länger auch die Schlaufen. Die Schlaufenlänge entspricht immer ca. der Hälfte der Nadellänge

4. Die Wolle muss immer ausreichend abgewickelt sein und darf unter keinen Umständen auf Zug sein. Lass sie einfach locker über deinen Handrücken laufen und wickele sie während dem Punchen immer wieder weiter ab.
Stich die Nadel bis zum Anschlag in das Gewebe ein. Die schräge Öffnung der Nadel schaut dabei immer in die Richtung, in die du punchst. Mit deiner freien Hand kannst du das Gewebe von unten etwas stützen, ca. dort, wo du von oben einstichst. Hast du die Nadel bis zum Anschlag in den Stoff gestochen, so ziehst du sie im Anschluss vorsichtig wieder zurück. Ganz wichtig ist, dass du die Nadel dabei nicht von der Stoffoberfläche abhebst. Wenn du den nächsten Einstichpunkt angehst, lässt du die Nadel bis dorthin mit der Spitze über das Gewebe „schleifen“. Stich erneut ein, um die nächste Schlaufe zu bilden. Gerade am Anfang kann es passieren, dass deine Stiche auf der Oberseite etwas unregelmäßig sind – hab Geduld, das legt sich mit der Zeit. Stehen die Stiche leicht von der Stoffoberfläche ab, dann ziehe einfach ganz vorsichtig unten an den Schlaufen, bis dein Faden oben glatt aufliegt.

5. Die Stiche sollten immer ungefähr gleich lang sein (ca. 5mm), je nach Wolldicke etwas länger oder kürzer. Wenn die Stiche zu kurz sind, entstehen dadurch zu viele Schlaufen auf der Rückseite und dein Gepunchtes wird du dick und schaut nicht so schön weich aus. Wenn du die Richtung, in welche du punchst wechseln willst, lasse die Nadel tief im Stoff stecken und drehe den Stickrahmen entsprechend. Fahre fort und sticke pro Farbfläche immer zuerst die Outline. Diese kannst du im Anschluss kreis- oder zickzackförmig füllen. Die Stiche sollten immer versetzt zur vorherigen Reihe gesetzt werden. Belasse beim letzten Stich die Nadel im Gewebe und schneide den Faden hinten auf Schlaufenlänge ab. Ziehe die Nadel heraus und sticke die nächste Fläche oder wechsle die Wolle.

Bei Punch-Needle-Stickereien gibt es eine Seite mit flachen Stichen, das ist die, in welche du einstichst (Flachseite). Auf der Rückseite entstehen Schlaufen (Schlaufenseite). Um 3D-Effekte in deinem Bild zu erzielen, kannst du sowohl von der einen, als auch von der anderen Seite einstechen.

6. Wenn du alle deine Flächen gepuncht hast, dann bist du bald fertig! Jetzt muss nur noch der überstehende Stoffrand auf der Rückseite des Rahmens fixiert werden. Vorher solltest du nochmal prüfen, ob dein Motiv schön straff im Rahmen sitzt. Nun schneidest du den übrigen Stoffüberstand kreisrund bis auf ca. 4cm ab. Diesen kannst du nun mithilfe eines runden Kartonoder Filzstücks und etwas Bastelkleber hinten fixieren. Alternativ kannst du den Stoff auch einfach knapp hinten abschneiden.

Letzte Tipps

Solltest du Probleme damit kriegen, die Schlaufen in das Gewebe zu bekommen, dann prüfe folgende Punkte:

  • Hast du ausreichend Wolle abgewickelt und liegt diese lose vor dir? Eventuell hat sie sich irgendwo verhakt oder du hast sie zwischen deinem Arm und dem Tisch eingeklemmt.
  • Passt die Nadelgröße zu deiner Wolle? Entweder ist die Wolle zu dünn und die sie rutscht durch das von der Nadel zu groß gestochene Loch wieder heraus oder die Wolle ist zu dick für die Nadel und gleitet nicht richtig flüssig hindurch.
  • Hat sich ein Wollknoten in der Nadel gebildet? Ziehe an deinem Wollfaden, bis der Knoten sichtbar ist und schneide das Stück ab.
  • Es bilden sich keine Schlaufen? Wenn du die Nadel länger einstellst und dadurch die Schlaufen länger werden, fällt es dir für den Anfang eventuell etwas leichter.
make me take me Jetzt Label bestellen

73.754 Labels für die Taschen wurden bereits bestellt.