Handarbeitslexikon

Baumwolle

Schön weich auf der Haut, angenehm kühl im Sommer, in unendlich vielen Farben erhältlich und absolut pflegeleicht: Baumwollgarne sind die Allrounder für alle Strick- und Häkelbegeisterten. Besonders geeignet ist Baumwolle für leichte, locker sitzende Sommerkleidung, aber auch für Accessoires wie dünne Mützen und Schals sowie für Decken und Kuscheltiere – und natürlich ganz klassisch für Topflappen.

Woher kommt Baumwolle?
Baumwolle ist eine Pflanzenfaser, die in den Samenkapseln des Baumwollstrauchs wächst und die bereits seit mehreren 1000 Jahren für die Herstellung von Textilien genutzt wird. Weltweit gibt es fast 300 verschiedene Sorten Baumwolle – und im Wollregal bei Baumwolle eine so große Auswahl wie bei keinem anderen Garn.

Ganz grob wird zwischen klassischer, unbehandelter und der sogenannten mercerisierten Baumwolle unterschieden. Beim Mercerisieren wird die Baumwolle mit Natronlauge behandelt, so dass die Fasern aufquellen und sich die Länge der Fasern verkürzt. Dadurch bekommt das Garn nicht nur einen seidigen Glanz, sondern wird auch fester und formstabiler.

Traditionell wird Baumwolle in einer großen Uni-Farbpalette angeboten. Mittlerweile gibt es aber auch viele gemusterte Baumwollgarne, etwa Verlaufs- oder Dégradée-Garne und Garne mit Batik- oder Spraymustern. Dazu kommen Baumwollmischungen – etwa mit Glitzergarnen – und Effektgarne, mit denen sich auffällige Strukturen erzielen lassen.

Was zeichnet Baumwolle aus?
Baumwolle hat einen (zumindest in der warmen Jahreszeit) angenehm kühlen Effekt auf der Haut. Das liegt daran, dass Baumwollfasern im Vergleich zur Schurwolle wesentlich glatter sind. Dadurch können sie die Luft nicht so gut festhalten – was wiederum den kühlenden Effekt bewirkt. Weitere Baumwoll-Pluspunkte sind die Fähigkeit, viel Feuchtigkeit aufzunehmen, die Allergikerfreundlichkeit und die Strapazierfähigkeit. Außerdem lässt sich Baumwolle hervorragend färben. Dadurch gibt es nicht nur eine auffallend große Farbpalette, sondern auch sehr intensiv gefärbte Baumwollgarne.

Wie wird Baumwolle gepflegt?
Alles easy – Baumwolle ist auch beim Thema Pflege absolut unkompliziert. Lediglich bei besonders kräftigen Farben sollte am Anfang separat gewaschen und ein Farbfangtuch mit in die Wäsche gegeben werden, da bunte Baumwolle zum Ausfärben neigt. Ansonsten können selbstgestrickte und –gehäkelte Baumwollsachen ganz normal mit in die Waschmaschine. Je nach Garn werden Temperaturen von 30 bis zu 60 Grad empfohlen.

Tipp: Baumwolle neigt beim Waschen zum Wachsen. Deshalb sollte vor dem Stricken oder Häkeln eines neuen Projekts immer eine Maschenprobe angefertigt, gewaschen und getrocknet werden. Das zeigt, wie sich die Maße durch das Waschen verändern und ermöglicht es, diese Veränderungen beim Stricken und Häkeln miteinzukalkulieren.

 

 

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