Handarbeitslexikon

Lauflänge

Die Lauflänge gibt darüber Auskunft, wie viele Meter Garn auf ein bestimmtes Gewicht kommen – bei Strick- und Häkelgarnen in der Regel 50 oder 100 Gramm. Je nach Garn können die Unterschiede bei der Lauflänge riesig sein. Dabei gilt als Grundregel: Je feiner und leichter das Garn, desto größer die Lauflänge.

Wozu benötigt man die Lauflänge?
Die Lauflänge gibt Aufschluss darüber, welche Menge an Garn für ein Strick- oder Häkelprojekt benötigt wird, zum Beispiel wenn man mit einem anderen Garn als in einer Anleitung angegeben arbeiten möchte. Über die Angaben zur Lauflänge lässt sich berechnen, ob man mehr oder weniger Garn als mit dem Originalgarn benötigt.

Wie wird der Garnverbrauch anhand der Lauflänge berechnet?
Dafür gibt es eine ganz einfache Formel: Die benötigte Gesamtlauflänge an Wolle wird geteilt durch die Lauflänge eines Knäuels des Alternativgarns. Daraus ergibt sich die Anzahl der nötigen Knäuel. Ein konkretes Beispiel: Die in der Anleitung für einen Pullover angegebene Originalwolle Garn A hat eine Lauflänge von 100 Metern auf 50 Gramm. Für den Pullover werden 550 Gramm Garn gebraucht. Das ergibt eine Gesamtlauflänge von 11 mal 100 Metern – also 1100 Meter. Das Alternativgarn Garn B ist etwas dicker und hat nur eine Lauflänge von 90 Metern auf 50 Gramm Garn. Um herauszufinden, wie viel mehr Garn benötigt wird, muss die Gesamtlauflänge von 1100 Metern durch 90 Meter geteilt werden. Das Ergebnis lautet bei diesem Beispiel: 12,2. Statt 11 Knäuel müssten also 13 Knäuel gekauft werden.

Wichtig: Diese Formel funktioniert nur, wenn das Alternativgarn mit der gleichen Nadelstärke verstrickt beziehungsweise verhäkelt wird und die Maschenproben passen.