Handarbeitslexikon

Leinen

Luftig, leicht und angenehm kühl: Leinen ist eines der bevorzugten Garne für sommerliche Handarbeitsprojekte. Noch bis vor gut 100 Jahren war die Naturfaser neben Wolle der am weitesten verbreitete Rohstoff für Textilien – bis sie von der wesentlich preisgünstigeren Baumwolle verdrängt wurde. Heute hat Leinen nur einen vergleichsweise kleinen Marktanteil, gilt dafür aber als besonders hochwertig.

Wie wird Leinen hergestellt?
Leinen wird aus dem Stengel der Flachspflanze gewonnen, einer einjährigen Pflanze, die gut im gemäßigten Klima gedeiht. Eines der Hauptanbaugebiete ist Deutschland. Ausgesät wird im Frühjahr. Nach drei bis vier Monaten kann geerntet werden. Anschließend werden in mehreren Schritten die Faserbündel herausgelöst, das Flachsstroh entfernt und zum Schluss die verspinnbaren Faserbündel ausgekämmt.

Was zeichnet Leinen aus?
Leinenfasern haben eine ganze Reihe von Eigenschaften, die sie zum idealen Garn für die warme Jahreszeit machen:

  • Leinen ist besonders luftdurchlässig und fühlt sich auf der Haut schön kühl an;
  • Es hat eine hohe Saugfähigkeit, nimmt Feuchtigkeit entsprechend schnell auf und gibt sie wieder an die Umgebung ab;
  • Leinen ist sehr pflegeleicht und extrem strapazierfähig.

Weitere Besonderheiten sind der matte Glanz der Leinenfaser, der feste Griff und eine im Vergleich zur Baumwolle geringere Elastizität.

Für welche Projekte ist Leinen geeignet?
Da Leinengarn meist nicht gleichmäßig dick ist, ist es etwas schwieriger zu verarbeiten. Häufig wird Leinen für ein geschmeidigeres Stricken mit anderen Fasern gemischt, vor allem mit Viskose. Leinengarne sind ideal für Strick- und Häkelprojekte ohne aufwendige Muster. Am besten wird es sehr locker verstrickt, etwa zu Tops oder Tüchern für den Sommer. Es lassen sich aber zum Beispiel auch Taschen daraus häkeln.

 

 

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