for ever stitched

„For ever young, loved and beautiful…“ so präsentieren sich viele aktuelle Stars, Models und Helden in den Medien der Informationsgesellschaft. Falten, Narben, Vertiefungen oder Pickel werden mit Bildbearbeitungsprogrammen gekonnt weg retouchiert. Die Gesichter wirken makellos und glatt und wenn das Alter dennoch erbarmungslos fortschreitet, wird an der Haut geschnibbelt und genäht, bis die normierte Schönheit wieder hergestellt erscheint. So entstehen uniforme, in den Medien global geltende Schönheitsideale, die als öffentliche Körper und Projektionsflächen dienen. Aber „was geschieht, wenn das Image den Körper ersetzt, wenn das Modell an die Stelle der Person tritt?“ (Macho 2011, 92). Wir leben mittlerweile zunehmend in einer Kultur der Modelle, in der das ewig jugendliche „junge- Mädchen-Muster“ alle Beziehungen, politischen, ökonomischen und libidinösen Ordnungen beherrscht und formatiert. Diese Schönheitsordnungen werden von den Betroffenen versucht, technisch herzustellen: „Welche Anti-Falten-Creme ist am wirksamsten? Das erschütterndste Merkmal des Jungen-Mädchens ist zweifellos seine manische Bemühung, dass seine Erscheinung weder von der Zeit noch vom Raum, weder von der Umgebung noch von der Geschichte beeinträchtigt wird, immer und überall makellos zu sein.“ (Tiqqun, 2009, 48). Von Prof. Dr. Iris Kolhoff-Kahl und Ulla Kölzer-Winkhold

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