Handarbeitslexikon

Pilling

Pilling ist für Strickfans so etwas wie ein lästiger Schnupfen: Möchte man auf keinen Fall haben, bekommt man aber trotzdem von Zeit zu Zeit. Der Begriff Pilling stammt aus dem Englischen und bedeutet Knötchenbildung. Die kleinen Knötchen (= Pills) entstehen, wenn sich lockere Wollfasern aneinander oder an anderen Textilien reiben und dadurch verfilzen. Am stärksten neigen deshalb Stellen wie Ärmelunterseiten oder Achseln zum Pilling.

Welche Garne pillen und welche nicht?
Zu Pilling kommt es bei Naturfasern wie Wolle oder Baumwolle ebenso wie bei synthetischen Fasern. Es ist nicht immer leicht, vorauszusagen, wie ein Garn sich verhält – die kleinen Knötchen können auch bei sehr hochwertigen Garnen auftreten. Grundsätzlich gilt: Weiche Garne wie Dochtgarne neigen eher zur Knötchenbildung. Je stärker verzwirnt ein Garn ist, desto stabiler bleiben die Fasern im Gestrick. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, muss auf Garne mit Anti-Pilling-Ausrüstung setzen – in der Regel handelt es sich dabei aber um Kunstfasergarne.

Was tun bei Pilling?
Die Knötchen lassen Pullover und Strickjacken schnell ganz schön alt aussehen. Zum Glück lassen sie sich aber relativ einfach entfernen. Ideal ist ein spezieller Fusselrasierer, es funktioniert aber auch mit einem ganz normalen Nassrasierer. Das Kleidungsstück wird auf einer ebenen Fläche gerade ausgebreitet. Dann die verfusselte Partie straffziehen und ganz vorsichtig rasieren.

Wichtig: Auf keinen Fall die Knötchen mit den Fingern abzupfen. Dabei werden die darunterliegenden Fasern gelockert und das Pilling verstärkt sich.