Garnlexikon

Alpaka  |  Bändchengarn  |  Baumwolle  |  Chunky  |  Degradé  |  Dochtgarn  |  Effektgarn  |  Filzwolle  |  Lace  |  Lauflänge  |  Leinen  |  Linke Maschen  |  Maschenprobe  |  Maschen abketten  |  Maschen abnehmen  |  Maschen anschlagen  |  Maschen zunehmen  |  Merino  |  Nadelstärke  |  Pilling  |  Randmaschen  |  Rechte Maschen  |  Schlauchgarn  |  Schurwolle  |  Sockengarn  |  Spannen  |  Veganes Garn  |  Verschränkte Maschen

 

A

Alpaka
Alpaka-Garn zählt zu den edelsten Garnen und zeichnet sich durch zahlreiche positive Eigenschaften aus: Es ist dank seiner besonderen Faserstruktur thermoregulierend, es ist extrem strapazierfähig, schmutz- und feuchtigkeitsabweisend, anti-allergisch, weniger anfällig fürs Verfilzen als andere Naturwolle und garantiert kratzfrei. Alpaka-Garn wird hauptsächlich für Jacken und Pullover, aber auch für hochwertige Socken verwendet.

Woher kommt Alpaka-Wolle?
Alpaka-Garn stammt von den Alpakas. Die zur Familie der Kamele gehörenden Tiere sind eigentlich in Peru zuhause, werden mittlerweile aber auch in Europa gezüchtet. Die Tiere werden einmal im Jahr geschoren. Pro Tier kommen dabei etwa sechs Kilogramm Wollfasern zusammen, von denen aber nur ein Teil für die Weiterverarbeitung zum Garn geeignet ist.

Neben reiner Alpaka-Wolle finden sich auch ganz verschiedene Mischungen, in denen neben Alpaka zum Beispiel Schurwolle, Viskose und Polyamid verarbeitet sind. Diese Mischungen sorgen meist dafür, dass das feine Alpaka-Garn etwas voluminöser wird. Sprich: Strick- und Häkelprojekte werden damit schneller fertig und es lassen sich andere Optiken erzielen. Und natürlich wird das Luxusgarn in der gemischten Variante auch ein ganzes Stück günstiger.

Was zeichnet Alpaka-Wolle aus?
Die große Besonderheit von Alpaka ist die Faserstruktur: Die Fasern sind innen hohl. Dadurch lassen sich aus Alpaka sehr leichte und zugleich richtig warme Kleidungsstücke und Accessoires anfertigen. Dazu kommen der feine Glanz und der weiche, glatte Griff, so dass sich das Garn optimal verstricken oder verhäkeln lässt.

Wie wird Alpaka-Wolle gepflegt?
Alpaka-Wolle ist extrem pflegeleicht. Am besten werden Jacken oder Pullover aus Alpaka nach dem Tragen einfach an die frische Luft gehängt – das reicht in der Regel völlig aus, denn wie gesagt: Alpaka ist schmutzabweisend. Häufiges Waschen geht dagegen auf Kosten der positiven Eigenschaften des Materials. Wenn unbedingt eine Wäsche nötig ist: Das Wasser sollte nicht heißer als 30 Grad sein, entweder per Hand oder mit dem Wollwaschprogramm in der Maschine waschen, viel Wasser benutzen und das Kleidungsstück anschließend liegend trocknen.

 

B

Bändchengarn

Bändchengarne werden im Gegensatz zu den meisten anderen Garnen nicht gesponnen, sondern entstehen aus gewebten Bändern, flachgebügelten Strickschläuchen oder Stoffstreifen. Besonders beliebt sind Bändchengarne für luftige Frühjahrs- und Sommerprojekte. Außerdem lassen sich mit diesen Garnen besondere Effekte erzielen.

Welche Arten von Bändchengarnen gibt es?
Baumwolle, Viskose, Polyester, Seide: Bändchengarne gibt es in den unterschiedlichsten Qualitäten, Ausführungen und Breiten. Neben schlichten unifarbenen Bändchen finden sich auch bunte Printversionen und Effektgarne mit Fransen oder Pailletten. Im Prinzip kann jede Textilfaser zur Herstellung von Bändchengarnen benutzt werden. Besonders beliebt sind Baumwollbändchen, da sie sich aufgrund ihrer glatten Oberfläche leicht und schnell verstricken lassen.

Bändchengarn aus Viskose zeichnet sich durch einen schönen Glanz aus, knittert aber schnell und ist etwas schwieriger zu verstricken, da es leicht von den Nadeln rutscht. Wer es etwas ausgefallener mag: Noch relativ neu auf dem Markt sind Bändchengarne in Papier- und in Lederoptik.

Für welche Projekte eignen sich Bändchengarne?
Bändchengarne können für die unterschiedlichsten Projekte vom Pullover über Taschen bis zu Homeaccessoires wie Tischsets oder Vasenhüllen eingesetzt werden. Bei Kleidungsstücken sollte darauf geachtet werden, dass bei Bändchengarnen aus Viskose und aus Baumwolle nicht zu engmaschig gearbeitet wird, da sie sonst sehr schwer werden und ihre Form verlieren. Grundsätzlich sind die meisten Bändchengarne ein optimales Material für Strick- und Häkeleinsteiger, da sich auch ohne komplizierte Muster schnell tolle Effekte erzielen lassen.

Wichtig: Bändchengarne haben im Vergleich zu vielen anderen Garnen meist eine kurze Lauflänge. Darauf sollte beim Kauf unbedingt geachtet werden.

Pflegetipps für Bändchengarne:
Handarbeiten aus Bändchengarnen neigen dazu, die Form zu verlieren, vor allem wenn sie sehr locker verstrickt wurden. Nach dem Waschen sollten sie deshalb auf keinen Fall aufgehängt, sondern immer liegend getrocknet und sanft in Form gezogen werden.

 

 

Baumwolle

Schön weich auf der Haut, angenehm kühl im Sommer, in unendlich vielen Farben erhältlich und absolut pflegeleicht: Baumwollgarne sind die Allrounder für alle Strick- und Häkelbegeisterten. Besonders geeignet ist Baumwolle für leichte, locker sitzende Sommerkleidung, aber auch für Accessoires wie dünne Mützen und Schals sowie für Decken und Kuscheltiere – und natürlich ganz klassisch für Topflappen.

Woher kommt Baumwolle?
Baumwolle ist eine Pflanzenfaser, die in den Samenkapseln des Baumwollstrauchs wächst und die bereits seit mehreren 1000 Jahren für die Herstellung von Textilien genutzt wird. Weltweit gibt es fast 300 verschiedene Sorten Baumwolle – und im Wollregal bei Baumwolle eine so große Auswahl wie bei keinem anderen Garn.

Ganz grob wird zwischen klassischer, unbehandelter und der sogenannten mercerisierten Baumwolle unterschieden. Beim Mercerisieren wird die Baumwolle mit Natronlauge behandelt, so dass die Fasern aufquellen und sich die Länge der Fasern verkürzt. Dadurch bekommt das Garn nicht nur einen seidigen Glanz, sondern wird auch fester und formstabiler.

Traditionell wird Baumwolle in einer großen Uni-Farbpalette angeboten. Mittlerweile gibt es aber auch viele gemusterte Baumwollgarne, etwa Verlaufs- oder Dégradée-Garne und Garne mit Batik- oder Spraymustern. Dazu kommen Baumwollmischungen – etwa mit Glitzergarnen – und Effektgarne, mit denen sich auffällige Strukturen erzielen lassen.

Was zeichnet Baumwolle aus?
Baumwolle hat einen (zumindest in der warmen Jahreszeit) angenehm kühlen Effekt auf der Haut. Das liegt daran, dass Baumwollfasern im Vergleich zur Schurwolle wesentlich glatter sind. Dadurch können sie die Luft nicht so gut festhalten – was wiederum den kühlenden Effekt bewirkt. Weitere Baumwoll-Pluspunkte sind die Fähigkeit, viel Feuchtigkeit aufzunehmen, die Allergikerfreundlichkeit und die Strapazierfähigkeit. Außerdem lässt sich Baumwolle hervorragend färben. Dadurch gibt es nicht nur eine auffallend große Farbpalette, sondern auch sehr intensiv gefärbte Baumwollgarne.

Wie wird Baumwolle gepflegt?
Alles easy – Baumwolle ist auch beim Thema Pflege absolut unkompliziert. Lediglich bei besonders kräftigen Farben sollte am Anfang separat gewaschen und ein Farbfangtuch mit in die Wäsche gegeben werden, da bunte Baumwolle zum Ausfärben neigt. Ansonsten können selbstgestrickte und –gehäkelte Baumwollsachen ganz normal mit in die Waschmaschine. Je nach Garn werden Temperaturen von 30 bis zu 60 Grad empfohlen.

Tipp: Baumwolle neigt beim Waschen zum Wachsen. Deshalb sollte vor dem Stricken oder Häkeln eines neuen Projekts immer eine Maschenprobe angefertigt, gewaschen und getrocknet werden. Das zeigt, wie sich die Maße durch das Waschen verändern und ermöglicht es, diese Veränderungen beim Stricken und Häkeln miteinzukalkulieren.

 

C

Chunky

Ob für Mützen, Pullover oder Decken: Chunky ist angesagt. „Grob“ oder „dick“ bedeutet chunky übersetzt – es handelt sich also um Garne in besonders dicken Garnstärken. Nadelstärke 6 gilt bei Chunky-Garnen noch als dünn. Es gibt Chunky-Garne, die Stärken von 15 und mehr erreichen. Diese Varianten –zum Beispiel Super Super Chunky oder auch Super Bulky genannt – werden allerdings oft nicht mehr mit Nadeln, sondern mit den Armen verstrickt.

Ist Chunky-Garn gleich Chunky-Garn?
Klare Antwort: Nein. Neben der Stärke unterscheiden sich die Garne in der Zusammensetzung. Am gängigsten sind Chunky-Garne aus reiner Schurwolle sowie ein Mix aus Schurwolle und Polyester. Es gibt aber auch Mischungen mit Merino, Alpaka oder Baumwolle. Warum gemixt wird? Zum Beispiel weil die Garne so formstabiler, strapazierfähiger und/oder elastischer werden. Neben den Woll-Varianten gibt es Chunky-Garne aktuell auch in Bändchen- oder Schlauch-Versionen sowie aus Jersey.

Was zeichnet Chunky-Garne aus?
Die Stärke von Chunky-Garnen ist natürlich ganz klar ihre Stärke. Mit Nadelstärken im zweistelligen Bereich sind auch große Projekte wie eine Decke vergleichsweise schnell fertig. Außerdem lassen sich mit den dicken Garnen besonders plastische Effekte erzielen. Selbst einfach Muster entfalten eine tolle Wirkung, weil das Maschenbild perfekt definiert wird. Chunky-Garne sind also ideal für alle Strick- und Häkeleinsteiger, die schnelle Erfolgserlebnisse haben wollen – und natürlich für alle, die Lust auf ausgefallene Optiken haben.

 

D

Degradé

Der Begriff Degradé kommt aus dem Französischen und bezeichnet einen harmonischen Farbverlauf von hell nach dunkel oder umgekehrt. Alternativ zu Degradé werden zum Beispiel auch „Gradient“ oder „Ombre“ als Begriffe für Verlaufsgarne verwendet.

Wie entstehen Degradé-Garne?

Für den Farbverlauf wird das Garn in ein Farbbad getaucht – ähnlich der Dipdye-Technik bei Textilien. Dabei saugt das Garn die Farbe von unten auf. Sprich: Die unteren Partien werden dunkler als die oberen. Ergebnis ist ein Degradé-Effekt. Was auf den ersten Blick als vergleichsweise simple Technik erscheint, ist tatsächlich ein komplexes Verfahren, das umso besser funktioniert, je hochwertiger ein Garn ist.

Degradé-Garne finden sich aktuell in den unterschiedlichsten Varianten: Als zartes Lace-Garn, in voluminöser Chunky-Ausführung, aus Merino-Wolle, Mohair und auch aus Baumwolle. Neben gefärbten Farbverlaufs-Garnen werden auch bedruckte oder Print-Garne angeboten.

Was zeichnet Degradé-Garne aus?
Ob dick oder dünn, gefärbt oder bedruckt: Allen Degradé-Varianten gemeinsam ist, dass kein Knäuel dem anderen gleicht. Wie das Ergebnis aussieht, ist daher immer eine kleine Überraschung – zusätzlich spielt es natürlich auch eine Rolle für den Farbverlauf, wie fest oder wie locker gestrickt wird.

Für welche Projekte eignet sich Degradé-Garn besonders?
Farbverlaufs-Garne sind besonders schön für alle Projekte mit einer größeren Fläche, auf denen sich der Degradé-Effekt voll entfalten kann. Dazu gehören zum Beispiel Schals, Decken und Tücher.

 

 

Dochtgarn

Extra voluminös, weich und warm: Dochtgarn ist die perfekte Wahl für alle, die es kuschelig-fluffig lieben und beim Stricken oder Häkeln schnell vorankommen möchten. Bei Dochtgarn handelt es sich um Garne, die aus lediglich einem Faden bestehen, der vergleichsweise dick ist. Dieser Faden wird zusätzlich nur lose versponnen und/oder nur leicht gedreht. So entstehen der wattig-weiche Effekt und das große Volumen.

Was sollte bei Dochtgarnen beachtet werden?
Dochtgarn besteht häufig aus Schafwolle, aber zum Beispiel auch aus Alpaka. Das weiche Garn neigt durch die nur locker zusammenhängenden Fasern stark zum Verfilzen. Damit ist es optimal für Filzprojekte. Möchte man Filzeffekte vermeiden, sollte zu Dochtgarnen gegriffen werden, die zu einem Teil aus Kunstfasern wie Polyamid oder Acryl bestehen. Neben klassischen Uni-Varianten gibt es Dochtgarne aktuell eine große Auswahl an Garnen mit bunten Farbverläufen.

Tipp: Das Nicht-Verzwirnen macht Dochtgarne besonders weich, führt oft aber auch dazu, dass die Garne schnell reißen. Das bedeutet beim Stricken und Häkeln, dass mit viel Gefühl gearbeitet werden muss und die Fadenspannung nie zu hoch sein darf. Außerdem ist es wichtig, dass der Faden beim Stricken nicht aus Versehen von der Nadel geteilt wird.

Für welche Projekte sind Dochtgarne besonders geeignet?
Aufgrund seiner Dicke ist Dochtgarn grundsätzlich eher für Strick- und Häkelstücke geeignet, die ohne feine Musterdetails auskommen. Ideal ist es für Accessoires von der Mütze über Sofakissen bis hin zu gefilzten Hausschuhen. Aber auch dicke Jacken und Pullovern lassen sich schnell daraus stricken. Ungeeignet ist Dochtgarn dagegen für alles, was stärker strapaziert wird – Handschuhe oder Socken zum Beispiel würden sich ziemlich schnell aufreiben.

E

Effektgarn

Garantiert nicht zu übersehen: Mit Effektgarnen lassen sich beim Stricken und Häkeln auch ohne aufwendige Muster auffallende Akzente setzen – oder auch dem Namen entsprechend Effekte erzielen. Die Palette reicht dabei von Bouclé- und Noppengarnen über Metallicgarne und Fransengarne bis zu Garnen mit Perlen oder Pailletten.

Wie entstehen Effektgarne?
Für Effektgarne werden meist natürliche Fasern wie Wolle oder Baumwolle mit Chemiefasern kombiniert. Ganz einfach deshalb, weil sich die Effekte wie Glitzer, Glanz oder Noppen nur mit künstlichen Materialien erzielen lassen. Es gibt aber auch Effektgarne ganz aus Naturfasern. Hier werden die Effekte – etwa Unregelmäßigkeiten – durch spezielle Techniken beim Verzwirnen der Fasern erreicht.

Für welche Projekte sind Effektgarne geeignet?
Das kommt auf das Effektgarn und die eigenen Vorlieben an. Aus den meisten Effektgarnen lassen sich große ebenso wie kleine Projekte stricken oder häkeln. Für Accessoires oder einzelne Partien verwendet, lassen sich damit kleine Akzente setzen – etwa wenn Fransenwolle an einer Strickjacke zu einer Art „Pelzkragen“ verstrickt wird. In größeren Flächen verstrickt sorgen sie für entsprechend große Auftritte.

Welche Besonderheiten gibt es bei Effektgarn?
Mit Effektgarn entstehen ganz ohne komplizierte Muster tolle Optiken. Und es kaschiert kleine Fehler und Unregelmäßigkeiten. Dadurch eignet es sich gut auch für Strickanfänger. Tipp: Durch die Effekte ist es oft schwierig, die einzelnen Reihen zu erkennen. Ein Reihenzähler hilft in diesem Fall weiter.

 

F

Filzwolle

Stricken, waschen, fertig: Das Filzen von gestrickten Stücken in der Waschmaschine geht einfach und schnell – und es ist perfekt für Anfänger geeignet, weil kleine Fehler oder Unregelmäßigkeiten durch das Filzen unsichtbar werden.

Welche Garne eignen sich zum Strickfilzen?
Optimal für das Strickfilzen oder –häkeln ist spezielle Filzwolle. Wer kein Spezialgarn verwenden möchte, kann auch auf „normales“ Wollgarn ausweichen, das aber keine „Super-wash“-Ausrüstung haben darf – denn das würde das gewünschte Verfilzen verhindern. Für das Filzen geeignete Wolle stammt ausschließlich von Tieren, insbesondere von Schafen, da sich nur Tierhaare gut verfilzen können. Synthetische Wolle dagegen ist meist „filzfrei“.

Wie entsteht der Filz?
Neben der geeigneten Wolle werden für den Filzvorgang Wasser, Wärme und Bewegung benötigt. Die Wolle muss im warmen Wasser gedrückt, gerieben und geknetet werden, damit ein dichter, fester Stoff (= der Filz) entsteht. Diese Technik wird mit dem Fachbegriff Walken bezeichnet.

Beim Strickfilzen bedeutet das: Das fertig gestrickte Stück kommt in die Waschmaschine und wird – je nach Wolle – bei 40 oder 60 Grad gewaschen. Am besten werden noch einige feste Wäschestücke wie etwa Jeans mit in die Trommel gepackt, um den Walk-Effekt zu verstärken. Nach dem Waschen wird geguckt, ob noch einzelne Fasern oder Maschen zu erkennen sind. Wenn ja, ist ein weiterer Filzdurchgang nötig. Wichtig: Das gefilzte Strickstück muss sofort nach dem Waschen in Form gezogen werden.

Für welche Projekte eigenen sich Filzwolle bzw. das Strickfilzen?
Im Prinzip ist so gut wie alles möglich, vom Hausschuh über die Mütze und das Sitzkissen bis hin zu größeren Kleidungsstücken.

Was sollte beim Strickfilzen beachtet werden?
Beim Strickfilzen ist eine Maschen- beziehungsweise Filzprobe unerlässlich. Denn das Strickstück schrumpft beim Filzen erheblich. In der Regel wird es um 30 bis 40 Prozent kleiner. Dabei fällt sich aber jedes Garn anders. Eine Maschenprobe beugt späteren Enttäuschungen vor.

 

L

Lace

Eine im wahrsten Sinne des Wortes feine Sache sind Lace-Garne. Diese zarten Garne werden meist dazu verwendet, um federleichte Accessoires wie beispielsweise Tücher mit Lochmustern zu stricken. Typisch für Lace-Garne ist die extrem hohe Lauflänge, die bei etwa 400 Metern auf 50 Gramm liegt. Zudem ist es meistens relativ fest verzwirnt.

Gibt es unterschiedliche Lace-Garne?
Die einfachste Lace-Variante besteht aus reiner Wolle, zum Beispiel Merino. Es darf bei Lace-Garnen aber auch gerne ein bisschen luxuriöser sein – dann wird Wolle mit edlen Garnen wie Alpaka, Seide oder auch Kaschmir gemixt. Ebenfalls beliebt: Lace-Garne mit dekorativen Pailletten oder Perlen.

Für welche Projekte sind Lace-Garne geeignet?
Klassisch werden die feinen Lace-Garne mit einer vergleichsweise großen Nadelstärke zu luftigen Strick- oder Häkelstücken verarbeitet. Typisch sind großzügige Lochmuster. Natürlich lassen sich Lace-Garne auch mit dünneren Nadeln verstricken und –verhäkeln. Das empfiehlt sich allerdings nur für Handarbeitsbegeisterte mit viel Geduld und Zeit. Eine weitere Möglichkeit ist es, Lace-Garn einfach als Beilauffaden zusammen mit einem voluminöseren Hauptfaden mitlaufen zu lassen. Lace-Garn mit Pailletten sorgt dann zum Beispiel für glitzernde Highlight und Garnmischungen mit Mohair für einen zarten Flauscheffekt.

Gut zu wissen: Lace-Garne sind grundsätzlich etwas schwieriger zu verarbeiten. Es sollte deshalb zumindest etwas Strick- und Häkelerfahrung vorhanden sein.

 

 

Lauflänge

Die Lauflänge gibt darüber Auskunft, wie viele Meter Garn auf ein bestimmtes Gewicht kommen – bei Strick- und Häkelgarnen in der Regel 50 oder 100 Gramm. Je nach Garn können die Unterschiede bei der Lauflänge riesig sein. Dabei gilt als Grundregel: Je feiner und leichter das Garn, desto größer die Lauflänge.

Wozu benötigt man die Lauflänge?
Die Lauflänge gibt Aufschluss darüber, welche Menge an Garn für ein Strick- oder Häkelprojekt benötigt wird, zum Beispiel wenn man mit einem anderen Garn als in einer Anleitung angegeben arbeiten möchte. Über die Angaben zur Lauflänge lässt sich berechnen, ob man mehr oder weniger Garn als mit dem Originalgarn benötigt.

Wie wird der Garnverbrauch anhand der Lauflänge berechnet?
Dafür gibt es eine ganz einfache Formel: Die benötigte Gesamtlauflänge an Wolle wird geteilt durch die Lauflänge eines Knäuels des Alternativgarns. Daraus ergibt sich die Anzahl der nötigen Knäuel. Ein konkretes Beispiel: Die in der Anleitung für einen Pullover angegebene Originalwolle Garn A hat eine Lauflänge von 100 Metern auf 50 Gramm. Für den Pullover werden 550 Gramm Garn gebraucht. Das ergibt eine Gesamtlauflänge von 11 mal 100 Metern – also 1100 Meter. Das Alternativgarn Garn B ist etwas dicker und hat nur eine Lauflänge von 90 Metern auf 50 Gramm Garn. Um herauszufinden, wie viel mehr Garn benötigt wird, muss die Gesamtlauflänge von 1100 Metern durch 90 Meter geteilt werden. Das Ergebnis lautet bei diesem Beispiel: 12,2. Statt 11 Knäuel müssten also 13 Knäuel gekauft werden.

Wichtig: Diese Formel funktioniert nur, wenn das Alternativgarn mit der gleichen Nadelstärke verstrickt beziehungsweise verhäkelt wird und die Maschenproben passen.

 

 

Leinen

Luftig, leicht und angenehm kühl: Leinen ist eines der bevorzugten Garne für sommerliche Handarbeitsprojekte. Noch bis vor gut 100 Jahren war die Naturfaser neben Wolle der am weitesten verbreitete Rohstoff für Textilien – bis sie von der wesentlich preisgünstigeren Baumwolle verdrängt wurde. Heute hat Leinen nur einen vergleichsweise kleinen Marktanteil, gilt dafür aber als besonders hochwertig.

Wie wird Leinen hergestellt?
Leinen wird aus dem Stengel der Flachspflanze gewonnen, einer einjährigen Pflanze, die gut im gemäßigten Klima gedeiht. Eines der Hauptanbaugebiete ist Deutschland. Ausgesät wird im Frühjahr. Nach drei bis vier Monaten kann geerntet werden. Anschließend werden in mehreren Schritten die Faserbündel herausgelöst, das Flachsstroh entfernt und zum Schluss die verspinnbaren Faserbündel ausgekämmt.

Was zeichnet Leinen aus?
Leinenfasern haben eine ganze Reihe von Eigenschaften, die sie zum idealen Garn für die warme Jahreszeit machen:

  • Leinen ist besonders luftdurchlässig und fühlt sich auf der Haut schön kühl an;
  • Es hat eine hohe Saugfähigkeit, nimmt Feuchtigkeit entsprechend schnell auf und gibt sie wieder an die Umgebung ab;
  • Leinen ist sehr pflegeleicht und extrem strapazierfähig.

Weitere Besonderheiten sind der matte Glanz der Leinenfaser, der feste Griff und eine im Vergleich zur Baumwolle geringere Elastizität.

Für welche Projekte ist Leinen geeignet?
Da Leinengarn meist nicht gleichmäßig dick ist, ist es etwas schwieriger zu verarbeiten. Häufig wird Leinen für ein geschmeidigeres Stricken mit anderen Fasern gemischt, vor allem mit Viskose. Leinengarne sind ideal für Strick- und Häkelprojekte ohne aufwendige Muster. Am besten wird es sehr locker verstrickt, etwa zu Tops oder Tüchern für den Sommer. Es lassen sich aber zum Beispiel auch Taschen daraus häkeln.

 

 

Linke Maschen

Linke und rechte Maschen werden auch als Grundstrickarten bezeichnet. Sie sind die Basis für alle weiteren Strickmuster, ob Zopf-, Loch- oder Patentmuster.

Linke Maschen stricken: Für linke Maschen wird der Faden vor die Arbeit gelegt. Dann mit der rechten Nadel von hinten nach vorne in die erste Masche auf der linken Nadel einstechen.

Der Faden wird von vorne nach hinten um die rechte Nadel geschlungen und dann durch die abgehobene Masche nach hinten durchgezogen.

Die Masche von der linken Nadel gleiten lassen, den Faden dabei leicht anziehen – fertig!

 

M

Maschenprobe

Maschenproben sind nicht gerade beliebt, aber fast unersetzlich. Nur wenn die Maschenprobe stimmt, wird das fertige Strickprojekt am Ende den angegebenen Maßen in der Anleitung entsprechen und die angegebene Garnmenge ausreicht. Deshalb sollte sich gerade bei größeren Projekten wie Pullovern oder Jacken immer die Zeit dafür genommen werden, dass Garn kennenzulernen und eine Maschenprobe zu erstellen.

Wie wird eine Maschenprobe erstellt?
Bei jedem Garn finden sich auf der Banderole Angaben zur empfohlenen Nadelstärke und zur Maschenprobe. Die Angaben „Nadelstärke 6 Millimeter“,“14 Maschen“ und „18 Reihen“ bedeuten beispielsweise, dass 14 Maschen in der Breite und 18 Reihen in der Höhe, glatt rechts gestrickt mit Nadelstärke 6, ein Quadrat von 10 mal 10 Zentimetern ergeben sollten. Allerdings werden längst nicht alle Projekte glatt rechts gestrickt. Entsprechend sollte die Maschenprobe dann nicht glatt rechts, sondern im geplanten Muster gestrickt oder gehäkelt werden. In der Regel finden sich in der Anleitung Angaben zur Maschenprobe im Grundmuster. Werden mehrere Muster kombiniert, sollten auch mehrere Maschenproben angefertigt werden.

Für die Maschenprobe werden mindestens vier Maschen mehr als auf der Banderole beziehungsweise in der Anleitung angegeben angeschlagen und mindestens vier Reihen mehr gestrickt. Das ist nötig, da Randmaschen sowie Anschlag- und Abkettreihen normalerweise keine zuverlässigen Messwerte liefern. Die zusätzlich gestrickten Maschen und Reihen ermöglichen es, in der Mitte genau messen zu können.

Nach dem Abketten sollte die Maschenprobe angefeuchtet und dann gespannt werden. Noch besser ist es, die Maschenprobe richtig zu waschen. Vor allem elastische, glatte Garne – etwa Merino-Wolle oder Baumwolle – neigen beim Waschen zum Wachsen, wenn sie nicht sehr fest verstrickt wurden.

Zum Ausmessen wird die Maschenprobe flach auf eine glatte Unterlage gelegt und bei Bedarf mit Stecknadeln fixiert. Gemessen wird in der Mitte. Dafür wird mit einer Stecknadel einige Maschen vom Rand entfernt der 0-Punkt markiert, von dem aus dann 10 Zentimeter in der Breite gemessen werden. Auch diesen Punkt markieren und die Maschen auszählen, die zwischen den beiden Punkten liegen. Für das Abmessen in der Höhe ebenso vorgehen und die Anzahl der Reihen zwischen den markierten Punkten zählen.

Nach dem Ausmessen werden die Ergebnisse mit den Angaben auf der Banderole/in der Anleitung verglichen:

  • Alles stimmt überein? Dann passt alles und es kann genauso mit dem Stricken begonnen werden.
  • Es sind mehr Maschen und Reihen nötig, um auf 10 mal 10 Zentimeter zu kommen: Es wurde zu fest gestrickt und es sollte zu einer größeren Nadelstärke gewechselt werden.
  • Es sind weniger Maschen und Reihen nötig, um auf 10 mal 10 Zentimeter zu kommen: Es wurde zu locker gestrickt und es sollte zu einer kleineren Nadelstärke gewechselt werden.

 

 

Maschen abketten

Die letzte Reihe ist gestrickt? Dann steht das sogenannte Abketten an. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste und gängigste Methode ist das Abketten durch Überziehen. Dabei wird zwischen Rechts- und Linksabketten unterschieden.

Rechts abketten wird genutzt für alle glatt rechts gestrickten Strickstücke beziehungsweise Strickstücke mit rechtsmaschigem Grund.

Schritt 1: Die Randmasche wird rechts abgehoben – der Faden liegt also hinter der Arbeit und die Nadel wird von links nach rechts eingestochen.
Schritt 2: Die folgende Masche rechts stricken.
Schritt 3: Die abgehobene Masche wird über die gestrickte Masche gezogen. Nur die gestrickte/überzogene Masche bleibt auf der Nadel.
Schritt 4: Nächste Maschen stricken und über die erste Masche ziehen. So weitermachen, bis alle Maschen abgekettet sind. Durch die letzte Masche wird der Faden einfach durchgezogen.

Links abketten wird bei glatt links Gestricktem oder bei Mustern mit linksmaschigem Grund genutzt. Außerdem werden auch kraus rechts gestrickte Teile links abgekettet.

Schritt 1: Die Randmasche wird links abgehoben – der Faden liegt also vor der Arbeit und die Nadel wird von rechts nach links eingestochen.
Schritt 2: Die folgende Masche links stricken.
Schritt 3: Die abgehobene Masche wird über die gestrickte Masche gezogen. Nur die gestrickte/überzogene Masche bleibt auf der Nadel.
Schritt 4: Nächste Maschen stricken und über die erste Masche ziehen. So weitermachen, bis alle Maschen abgekettet sind. Durch die letzte Masche wird der Faden einfach durchgezogen.

 

 

Maschen abnehmen

Ob bei Strickjacken oder Accessoires wie Mützen: Maschen abnehmen ist eines der unverzichtbaren Basics, wenn man Strickstücken eine Form geben möchte. Für die Abnahme gibt es verschiedene Varianten.

Rechts zusammenstricken
Schritt 1: Es wird mit der rechten Nadel von links nach rechts in zwei rechte Maschen eingestochen, der Faden liegt dabei hinter der Arbeit.
Schritt 2: Fadenschlinge mit der Nadel holen und durch beide Maschen durchziehen.
Ergebnis: Eine rechtsgerichtete Abnahme

Links zusammenstricken
Schritt 1: Es wird mit der rechten Nadel von rechts nach links in zwei linke Maschen eingestochen, der Faden liegt dabei vor der Arbeit.
Schritt 2: Fadenschlinge mit der Nadel holen und durch beide Maschen durchziehen.

Abnahme durch Überziehen
Schritt 1: Eine rechte Maschen abheben, dabei mit der rechten Nadel wie beim Rechtsstricken von links nach rechts einstechen.
Schritt 2: Die folgende Masche rechts stricken und die abgehobene Masche anschließend über die gestrichkte Masche ziehen.
Ergebnis: Eine linksgerichtete Abnahme

Abnahme durch verschränktes Zusammenstricken
Schritt 1: Mit der rechten Nadeln von hinten von rechts nach links in zwei rechte Maschen einstechen. Den Faden durch beide Maschen ziehen und die Maschen von der Nadel gleiten lassen.
Ergebnis: Eine linksgerichtete Abnahme

 

 

Maschen anschlagen

Ob Mütze, Schal, Socken oder Pullover: Gestartet wird beim Stricken immer mit dem Anschlag. Am bekanntesten ist – zumindest im deutschsprachigen Raum – der sogenannte Kreuzanschlag.

Für den Kreuzanschlag wird zunächst ausgemessen, wie viel Garn für den Daumenfaden benötigt wird. Faustregel: Für jede Masche, die angeschlagen werden soll, werden bei mittelstarkem Garn (Garnstärke 3,5 bis 4,5) zwei Zentimeter benötigt. Bei 40 Maschen wären das also 80 Zentimeter. Dazu sollten knapp 20 Zentimeter als Reserve einkalkuliert werden.

Dann das Fadenende zwischen dem kleinen Finger und dem Ringfinger von der Handfläche aus nach hinten führen.

Zwischen Mittel- und Zeigefinger wieder nach vorne führen und einmal um den Zeigefinger wickeln.

Anschließend von vorne nach hinten um den Daumen herumwickeln, so dass sich der Faden überkreuzt. Faden zwischen kleinem Finger und Ringfinger nach hinten führen.

Beide Fadenenden mit Mittel-, Ring- und kleinem Finger festhalten.

Jetzt für die erste Masche mit der rechten Nadel von unten in die Daumenschlinge stechen. Mit der Nadel unter/hinter den vom Zeigefinger kommenden Faden gehen und dann den Faden durch die Daumenschlinge ziehen.

Die Schlinge vom Daumen rutschen lassen. Mit dem Daumen den Endfaden fassen, die Masche anziehen und den Daumen nach oben heben, so dass erneut eine Daumenschlinge entsteht. Nun wieder mit der Nadel von unten einstechen und die nächste Maschen anschlagen.

Tipp für Strickeinsteiger: Der Maschenanschlag kostet anfangs oft Zeit und Nerven. Es lohnt sich aber, hier extra sorgfältig zu arbeiten. Denn ein unsauberer Anschlag wirkt sich nicht nur auf die Optik aus, sondern kann auch dazu führen, dass das Strickstück schnell seine Form verliert. Deshalb die Maschen möglichst gleichmäßig und weder zu fest noch zu locker anschlagen. Wer zu sehr festen Maschen neigt: Für den Anschlag einfach mit zwei Stricknadeln arbeiten. Die zweite Nadel dann vor dem Stricken der ersten Reihe vorsichtig herausziehen.

 

 

Maschen zunehmen

Bei Strickstücken unterschiedlichster Art – vom Fäustling bis zum Pullover – müssen an bestimmten Stellen Maschen zugenommen werden. Die Zunahmen erfolgen dabei je nach Projekt und Anleitung mal mitten in einem Strickstück, mal an den Rändern. Bei Zunahmen am Anfang und am Ende einer Reihe können auch mehrere Maschen gleichzeitig aufgenommen werden. Unterschieden werden außerdem rechts und links gestrickte Zunahmen.

Rechtsgestrickte Zunahmen
Schritt 1: Der Querfaden zwischen zwei Maschen wird mit der rechten Nadeln von vorne rechts nach hinten links auf die linke Nadel gelegt.
Schritt 2: Die so entstandene Schlinge wird rechts verschränkt – also mit Einstechen von hinten – abgestrickt.

Linksgestrickte Zunahmen
Bei linksgestrickten Zunahmen ist der erste Schritt identisch mit den rechtsgestrickten Zunahmen. Beim zweiten Schritt wird lediglich die Schlinge links abgestrickt.

Weshalb wird bei Zunahmen verschränkt abgestrickt? Das Verschränken verhindert, dass sich durch die Zunahme Löcher bilden. Möchte man bewusst Löcher stricken, wird auf das Verschränken verzichtet.

 

 

Merino

Merino-Wolle wird manchmal als „Funktionsfaser“ der Natur bezeichnet. Die feine Schurwolle zeichnet sich durch ihre temperaturregulierenden Eigenschaften aus. Merino-Garn wärmt in der kalten Jahreszeit und wirkt im Sommer kühlend. Zudem ist es atmungsaktiv, feuchtigkeitsregulierend und es kratzt nicht.

Woher kommt Merino-Wolle?
Merino-Wolle wird von den gleichnamigen Schafen geliefert. Diese stammen ursprünglich aus Nordafrika. Mittlerweile werden sie fast überall auf der Welt gezüchtet. Der Großteil der Merino-Schafe lebt heute aber in Australien, das auch Hauptlieferant ist. Etwa zwei bis drei Kilogramm Merino-Wolle werden pro Schaf und Jahr im Durchschnitt geschoren.

Merino-Wolle ist in den unterschiedlichsten Qualitäten vom ultrafeinen Lacegarn bis zum voluminösen Chunky-Garn erhältlich. Dazu kommen Mischungen mit anderen Garnen – etwa Baumwolle oder Alpaka – sowie besondere Optiken, etwa durch Bedrucken, Färben oder die Zugabe von Pailletten.

Was zeichnet Merino-Wolle aus?
Merino-Wolle glänzt gleich mit einer ganzen Reihe ausgesprochen positiver Eigenschaften. Ganz wichtig für viele: Sie kratzt dank ihrer besonders feinen Fasern nicht. Je feiner die Fasern, desto stärker krümmen sie sich, wenn sie die Haut berühren und desto angenehmer wird das Tragegefühl. Außerdem lädt sich Merino-Wolle nicht elektrostatisch auf, fusselt nicht, ist nur schwer entflammbar und bietet einen natürlichen Schutz vor UV-Strahlen.

Ein weiterer Pluspunkt: Merino-Wolle stinkt nicht. Ob Kneipenbesuch oder Zwiebeln anbraten in der Küche – in Merino-Strick bleiben keine Gerüche lange hängen. In der Regel reicht schon ein kurzes Auslüften. Möglich wird das dadurch, dass das Wollfett in der Merino-Wolle ein Mikroklima erzeugt, in dem sich Bakterien kaum vermehren können. Sprich: Merino-Garn ist anti-bakteriell. Deshalb ist es zum Beispiel auch hervorragend für Babybekleidung geeignet.

Wie werden Strickstücke aus Merino-Wolle gepflegt?
Die Fasern der Merino-Wolle sind selbstreinigend – entsprechend selten müssen Strickstücke aus diesem Garn gewaschen werden. Wenn eine Wäsche unbedingt nötig ist, empfiehlt sich die Handwäsche oder das Wollwaschprogramm der Waschmaschine bei 30 Grad und mit einem speziellen Wollwaschmittel. Die Strickstücke anschließend an der Luft trocken.

N

Nadelstärke

Von streichholzdünn bis dick wie ein kräftiger Ast: Strick- und Häkelnadeln gibt es mittlerweile in einer wirklich riesigen Palette an Stärken. Die Nadelstärke zeigt die Dicke beziehungsweise den Durchmesser einer Nadel an. In Europa wird sie in Millimetern angegeben. Die Auswahl reicht dabei von 2 Millimetern bis zu 25 Millimetern. In den USA wird mit anderen Angaben gearbeitet. 2 Millimeter entsprechen dort der Nadelstärke 0, 25 Millimeter der Nadelstärke 50.

Welche Nadelstärke passt?
Welche Nadelstärke gewählt werden sollte, hängt vom jeweiligen Garn ab. Angaben dazu finden sich in der Regel auf der Garnbanderole. Meistens stehen hier zwei (halbe) Nadelstärken zur Auswahl. Wer eher lose arbeitet, sollte zur kleineren Stärke greifen, wer fester arbeitet entsprechend zum größeren Durchmesser greifen.

Grundsätzlich können die Angaben der Garnhersteller aber immer nur Empfehlungen sein. Eine Maschenprobe hilft dabei herauszufinden, ob nicht doch zu einer anderen Nadelstärke gegriffen werden muss. Darüber hinaus kann es natürlich auch zu spannenden Ergebnissen führen, mit eigentlich nicht zum Garn passenden Nadelstärken zu arbeiten, also etwa ein feines Mohairgarn mit einer dicken Nadel zu verstricken.

Wo steht auf Nadeln die Nadelstärke?
Meistens sind die Angaben zum Durchmesser aufgedruckt (bei Häkelnadeln und Jackenstricknadeln) oder in die Nadeln eingepresst (bei Rundstricknadeln). Im Laufe des oft langen Stricknadellebens verschwinden diese Zahlen oft durch Abnutzung. In diesen Fällen hilft ein Nadelmaß bei der Bestimmung der Stärke. Besonders praktisch sind dabei Schablonen, mit denen sich gleichzeitig auch die Maschenproben auszählen lassen.

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Pilling

Pilling ist für Strickfans so etwas wie ein lästiger Schnupfen: Möchte man auf keinen Fall haben, bekommt man aber trotzdem von Zeit zu Zeit. Der Begriff Pilling stammt aus dem Englischen und bedeutet Knötchenbildung. Die kleinen Knötchen (= Pills) entstehen, wenn sich lockere Wollfasern aneinander oder an anderen Textilien reiben und dadurch verfilzen. Am stärksten neigen deshalb Stellen wie Ärmelunterseiten oder Achseln zum Pilling.

Welche Garne pillen und welche nicht?
Zu Pilling kommt es bei Naturfasern wie Wolle oder Baumwolle ebenso wie bei synthetischen Fasern. Es ist nicht immer leicht, vorauszusagen, wie ein Garn sich verhält – die kleinen Knötchen können auch bei sehr hochwertigen Garnen auftreten. Grundsätzlich gilt: Weiche Garne wie Dochtgarne neigen eher zur Knötchenbildung. Je stärker verzwirnt ein Garn ist, desto stabiler bleiben die Fasern im Gestrick. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, muss auf Garne mit Anti-Pilling-Ausrüstung setzen – in der Regel handelt es sich dabei aber um Kunstfasergarne.

Was tun bei Pilling?
Die Knötchen lassen Pullover und Strickjacken schnell ganz schön alt aussehen. Zum Glück lassen sie sich aber relativ einfach entfernen. Ideal ist ein spezieller Fusselrasierer, es funktioniert aber auch mit einem ganz normalen Nassrasierer. Das Kleidungsstück wird auf einer ebenen Fläche gerade ausgebreitet. Dann die verfusselte Partie straffziehen und ganz vorsichtig rasieren.

Wichtig: Auf keinen Fall die Knötchen mit den Fingern abzupfen. Dabei werden die darunterliegenden Fasern gelockert und das Pilling verstärkt sich.

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Randmaschen

Die erste und die letzte Masche jeder Reihe spielt eine besondere Rolle: Randmaschen sorgen entweder für einen perfekten seitlichen Abschluss eines Strickstücks – etwa bei Schals – oder erleichtern das Zusammennähen der Seitennähte, beispielsweise bei Jacken- und Pulloverärmeln.

Randmaschen können auf ganz unterschiedliche Arten gearbeitet werden. Die wichtigsten Varianten im Überblick:

  • Der Nahtrand ist die häufigste Methode und eignet sich für alle Strickstücke, die zusammengenäht werden sollen. Außerdem ist er der ideale Abschluss, wenn zum Beispiel später für eine Blende Maschen aus den Querfäden aufgenommen werden müssen. Für den Nahtrand werden die Randmaschen in jeder Reihe gestrickt – heißt bei glatt rechts, dass in der Hinreihe die erste und die letzte Maschen rechts gestrickt werden. In den Rückreihen dann links.
  • Der Knötchenrand sorgt für eine besonders stabile Strickstückkante und kommt deshalb bevorzugt bei Strickmustern zum Einsatz, die sich in der Höhe zusammenziehen, etwa bei kraus rechts oder bei Patentmustern. Für den Knötchenrand werden die erste und die letzte Masche einer Reihe immer rechts abgestrickt.

Der Kettrand ist ein besonders dekorativer Abschluss und deshalb besonders geeignet für Randmaschen, die nicht in Nähten verborgen sind. Wird glatt rechts gestrickt, werden für den klassischen Kettrand in den den Hinreihen die erste und die letzte Maschen wie zum links Stricken abgehoben – der Faden liegt also vor der Arbeit. In den Rückreihen dann die erste Masche rechts verschränkt abstricken und die letzte Masche rechts stricken.

 

 

Rechte Maschen stricken

Mit der rechten Nadel wird von vorn nach hinten in die erste Masche auf der linken Nadel gestochen. Der Faden liegt hinter der Nadel.

Mit der rechten Nadel wird der Faden von hinten geholt und durch die abgehobene Masche durchgezogen.

Die Masche von der linken Nadel gleiten lassen und dabei den Faden leicht anziehen – fertig.

Maschenbild glatt  rechts Vorderseite

Maschenbild kraus rechts (Hinreihe und Rückreihe rechte Maschen)

 

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Schlauchgarn

Hightech trifft Handarbeit: Bei Schlauchgarnen handelt es sich um ein Produkt, dass tatsächlich nur dank technischer Weiterentwicklungen entstehen konnte. Im Gegensatz zu klassisch hergestellten Garnen bestehen Schlauchgarne nicht aus mehreren verzwirnten Einzelfäden, sondern ihrem Namen entsprechend aus einem Schlauch, der gefüllt wird.

Wie werden Schlauchgarne hergestellt?
Der Schlauch kann bei Schlauchgarn im Prinzip aus allen möglichen Fasertypen bestehen. Besonders beliebt sind Mischungen aus Viskose und Baumwolle oder auch Seide. Dieser Mix sorgt für eine angenehm glatte Oberfläche, die sich gut verarbeiten lässt. Gängige Füllungen sind Kunstfasern, die leicht und formstabil sind und gleichzeitig für Volumen sorgen. Die Füllung wird in den Schlauch gepustet. Ergebnis ist ein Garn, mit dem auch Anfänger ein sehr gleichmäßiges Maschenbild erreichen und das Muster besonders plastisch wirken lässt.

Für welche Projekte sind Schlauchgarne besonders geeignet?
Schlauchgarne werden meisten in mittleren Garnstärken angeboten, etwa im Bereich der Nadelstärken 4 bis 7. Dazu kommen aktuell extradicke Schlauchgarne, mit denen sich speziell Homeaccessoires wie Körbchen oder Kissen sehr schnell anfertigen lassen. Dünnere Schlauchgarne eignen sich für Textilien aller Art, von der leichten Mütze bis zum Pullover.

 

 

Schurwolle

Bei Schurwolle scheint der Fall eigentlich auf Anhieb klar zu sein: Sie wird durch das Scheren gewonnen. Tatsächlich wird als Schurwolle aber auch Wolle bezeichnet, die ausgekämmt oder gezupft wird. Schurwoll-Lieferanten sind neben Schafen zum Beispiel Ziegen (etwa Kaschmir- und Mohair-Ziegen), Kamele, Lamas, Alpakas oder Yaks.

Für welche Projekte eignet sich Schurwolle?
Schurwolle ist strick- und häkeltechnisch gesehen ein absolutes Multitalent. Sie ist für Pullover und Jacken geeignet, für winterliche Accessoires wie Mützen, Schals und Handschuhe, aber auch für Wohntextilien vom Kissen bis zur Kuscheldecke. Die Optik reicht dabei – abhängig von der verwendeten Garnstärke – von fein bis rustikal.

Pflegetipps für Schurwolle
Viel Pflege braucht Gestricktes und Gehäkeltes aus Schurwolle in der Regel nicht. Denn dank der besonderen Faserstruktur verfügt Schurwolle über die Fähigkeit, sich selbst zu reinigen. Das heißt im Alltag: Regelmäßig auslüften und eventuell Flecken vorsichtig ausbürsten.

Müssen Pullover und Co. doch einmal gewaschen werden, sollten unbedingt die Pflegetipps auf der Garnbanderole beachtet werden. Findet sich dort die Bezeichnung „Superwash“, kann das Strickstück bedenkenlos im Wollwaschgang in der Maschine gewaschen werden. Vorsicht bei besonders edlen Garnen wie Kaschmir oder Mohair: Diese sollten immer vorsichtig per Hand gewaschen werden.

Nach dem Waschen werden die Textilien am besten liegend auf ein Handtuch ausgebreitet, um dort zu trocknen. So wird verhindert, dass Strickstücke ihre Form verlieren.

 

 

Sockengarn

Ob als Sockenwolle oder als Strumpfgarn bezeichnet: Sockengarne sind Handstrickgarne, die optimal geeignet sind für das Sockenstricken, aus denen sich je nach Qualität aber auch viele andere Handarbeiten anfertigen lassen. Meistens besteht Sockenwolle aus einer Mischung aus Schur- oder Baumwolle sowie Polyamid. Das Mischungsverhältnis beträgt in der Regel 75 Prozent Wolle, 25 Prozent Chemiefaser.

Die Chemiefasern sind in Sockengarnen so gut wie unverzichtbar, da sie für eine längere Haltbarkeit sorgen – weiche Naturfasern alleine würden zum Beispiel an der Ferse sehr schnell durchscheuern. Zudem macht die Fasermischung das Garn besonders pflegeleicht und verhindert das Verfilzen sowie das Pilling. So lassen sich die meisten selbstgestrickten Socken problemlos bei 40 Grad in der Waschmaschine waschen.

Welche Sockengarne gibt es?
Sockenwolle wird neben den üblichen 50 Gramm-Knäueln sehr häufig in 100- oder sogar 150-Gramm-Knäueln verkauft. Ein Knäuel reicht dann selbst bei größeren Füßen für ein paar Socken aus.

Außerdem wird zwischen den Varianten 4-, 6- und 8-fädig unterschieden. 4-fädiges Sockengarn wird mit der Nadelstärke 2 bis 3 verstrickt. Bei 6- und 8-fädigem Garn sind Nadeln mit Stärke 3 bis 4,5 geeignet. Wer seine selbstgestrickten Socken täglich tragen möchte, sollte feinere Garne verwenden, damit die Socken auch in die Schuhe passen. Dickere, flauschige Garne sind eher für gemütliche Haussocken geeignet.

Sockengarne werden in erster Linie mit dem Winter verbunden. Neben den klassischen Wollmischungen gibt es aber auch leichte Sockengarne für den Sommer mit einem hohen Baumwollanteil. Wer gerne Sneakersocken strickt, ist mit Sockengarnen mit Stretchanteil gut beraten – der elastische Faden sorgt für einen perfekten Sitz. Wer es edel mag, bekommt mittlerweile auch Socken mit Cashmere-Anteil, mit Baby-Alpaka, Seide oder Yak-Wolle.

Mustergültig: Sockenwolle mit Effekt
Zu den beliebtesten Sockengarnen zählen die Varianten mit Musterfärbung. Neue Herstellungstechniken ermöglichen es, dass sich beim Stricken automatisch ein bestimmtes Strickbild ergibt – von zarten Farbverläufen über bunte Blockstreifen bis hin zu kleinteiligen Norwegermustern.

 

 

Spannen

Auch bei den erfahrensten Strickerinnen sieht das Maschenbild eines neuen Strickstücks nicht immer auf Anhieb schön gleichmäßig aus. Für das perfekte Finish sorgt erst das Spannen. In der Regel erfolgt diese Arbeit vor dem Zusammennähen der einzelnen Teile, wobei alle Fäden innerhalb des Strickstücks vorher vernäht werden. Fadenenden an den Seiten bleiben erst einmal unvernäht.

Wie funktioniert das Spannen?
Zum Spannen gibt es spezielle Spannbretter. Das Strickstück kann aber zum Beispiel auch auf dem Teppich festgepinnt werden. Bei kleineren Teilen reicht das Bügelbrett. Wichtig ist, dass die Unterlage eben ist. Das zu spannende Teil wird den angegebenen Maßen entsprechend mit Stecknadeln entlang der Randmaschen auf der Unterlage befestigt. Dabei bei den Stecknadeln nicht sparen – je mehr Nadeln gesteckt werden, desto besser.

Wichtig: Bündchen werden grundsätzlich nicht gespannt, damit sie elastisch bleiben!

Nach dem Feststecken werden die einzelnen Teile angefeuchtet, am besten mit einem Pflanzenzerstäuber oder mit feuchten Tüchern, die leicht angedrückt werden. Ebenfalls möglich: Die Strickstücke mit dem Bügeleisen bedampfen, aber auf keinen Fall bügeln. Die befeuchteten Teile trocknen lassen, Stecknadeln entfernen und dann die einzelnen Teile nach Anleitung zusammennähen.

Bitte nicht…
In älteren Strickratgebern finden sich häufig noch die Tipps, die gespannten Teile mit schweren Gegenständen zu beschweren oder sie mit dem Bügeleisen zu dämpfen. Von beiden Methoden wird mittlerweile aber abgeraten, weil sie dazu führen können, dass Muster im wahrsten Sinne des Wortes geplättet werden, Garne ihre Struktur verlieren und das gesamte Strickstück einen lappigen Charakter bekommt.

 

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Veganes Garn

Vegane Garne sind im Trend – und werden mittlerweile von vielen Herstellern angeboten. Doch genau wie bei Lebensmitteln gilt auch bei Garnen: Es muss nicht unbedingt vegan auf dem Label stehen, kann aber trotzdem vegan sein. Strick- und Häkelgarne werden als vegan bezeichnet, wenn für ihre Herstellung keinerlei tierische Produkte verwendet wurden. Schurwolle und Co. fallen deshalb weg. Was bleibt, sind zahlreiche synthetische Fasern wie Polyester oder Polyacryl sowie eine ganze Reihe natürlicher Fasern, die hauptsächlich aus Pflanzen oder Holz gewonnen werden.

Das am weitesten verbreitete vegane pflanzliche Garn ist sicherlich Baumwolle. Alternativen dazu sind unter anderem Leinen und Bambus. Beide Garne sind ideal für den Sommer, da sie atmungsaktiv und leicht sind. Gleiches gilt für Garne aus Hanf und Soja. Weitere Varianten sind aus Seetang gewonnene SeaCell-Fasern sowie Lyocell, dass auch den Holzfasern von Pinien, Buchen oder Eukalyptus produziert wird und vom Tragegefühl her mit Seide vergleichbar ist.

Optimal: Synthetische und pflanzliche Fasern
Pflanzliche Garne zeichnen sich überwiegend durch eine glatte und glänzende Oberfläche aus. Das heißt fürs Stricken und Häkeln: Sie rutschen sehr leicht von der Nadel. Das kann durch eine Mischung mit synthetischen Fasern, die in der Regel eine „haarigere“ Oberfläche haben, ausgeglichen werden. Gerade für Strickeinsteiger empfiehlt es sich deshalb, zu solchen Garnmixen zu greifen.

 

 

Verschränkte Maschen

Verschränkte Maschen dienen entweder der Betonung eines Musters oder dem „Tarnen“ von Zunahmen in einem Strickstück. Mit rechts oder links verschränkten Maschen lassen sich einfache Basismuster dekorativ variieren und plastischer gestalten. Bei Zunahmen sind sie die beste Methode, um möglichst unauffällig und ohne Löcher zu arbeiten. Verschränken bedeutet dabei im Prinzip, dass eine Masche um die eigene Achse nach links gedreht wird.

Verschränkt stricken im Detail
Rechts verschränkt stricken: Mit der rechten Nadel wird von rechts nach links in das hintere Maschenglied eingestochen (=die Maschen wird verdreht) und die Masche dann rechts abgestrickt.

Links verschränkt stricken: Mit der rechten Nadel wird von links nach rechts in das hintere Maschenglied eingestochen und die Maschen dann links abgestrickt.

Verschränkte Zunahmen: Hier wird die Masche aus dem Querfaden zur folgenden Masche aufgenommen und dann „verdreht“ abgestrickt (siehe Maschen zunehmen).